KI-Agenten können bereits heute selbstständig verschiedene Arbeitsschritte übernehmen. Doch sobald Unternehmen unterschiedliche Agenten, Modelle und Softwarelösungen miteinander verbinden möchten, entsteht ein neues Problem: Die Systeme müssen miteinander kommunizieren können. Genau dafür entstehen derzeit neue offene Standards.
A2A bekommt ein neues Zuhause
Googles Agent2Agent-Protokoll, kurz A2A, wird künftig unter dem Dach der Agentic AI Foundation weiterentwickelt.
A2A soll eine gemeinsame technische Grundlage dafür schaffen, dass unterschiedliche KI-Agenten miteinander kommunizieren und Aufgaben untereinander koordinieren können – auch wenn sie von verschiedenen Anbietern stammen.
MCP verbindet KI mit Daten und Werkzeugen
Parallel gewinnt ein weiterer offener Standard an Bedeutung: das ursprünglich von Anthropic entwickelte Model Context Protocol, kurz MCP.
Während A2A vor allem die Kommunikation zwischen Agenten standardisieren soll, geht es bei MCP vereinfacht gesagt um die Verbindung von KI-Anwendungen mit externen Datenquellen und Werkzeugen.
Ein KI-System könnte darüber beispielsweise auf Unternehmensinformationen zugreifen oder bestimmte Softwarefunktionen verwenden, ohne dass für jede Verbindung eine komplett individuelle Integration entwickelt werden muss.
Warum offene Standards für Unternehmen wichtig werden
Heute befinden sich viele Unternehmen noch am Anfang beim Einsatz von KI-Agenten. Langfristig könnten jedoch unterschiedliche spezialisierte Agenten zusammenarbeiten.
Ein Agent könnte beispielsweise eine Kundenanfrage analysieren, ein weiterer relevante Informationen recherchieren und ein dritter die Ergebnisse in einem Unternehmenssystem dokumentieren.
Damit solche Systeme nicht vollständig von einem einzelnen Anbieter abhängig sind, werden gemeinsame technische Standards zunehmend wichtig.
Anbieterabhängigkeit frühzeitig berücksichtigen
Für Unternehmen bedeutet das nicht, dass sie jetzt zwingend A2A oder MCP einsetzen müssen. Bei der Auswahl neuer KI-Lösungen lohnt sich aber die Frage, ob offene Standards unterstützt werden und wie einfach sich eine Lösung später mit anderen Systemen verbinden lässt.
Gerade bei langfristigen Investitionen kann dies verhindern, dass Unternehmen unnötig stark an einzelne Anbieter gebunden werden.
Fazit: Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Agenten wird nicht nur entscheidend, was ein einzelner Agent kann. Immer wichtiger wird, wie gut unterschiedliche Systeme miteinander kommunizieren können. Offene Standards könnten dafür eine zentrale Grundlage schaffen.
Quellen: Linux Foundation, Google – Agent2Agent Protocol, Anthropic – Model Context Protocol (MCP)